|
Christina zu Mecklenburg (Dezember 2011) Lichtskulpturen Larissa Laë / Ausstellung GaLarie Laë
“Das merlinsche Spektrum des Lichtes auszuloten, das ist die Kernabsicht, die Larissa Laë in ihrem Lichtskulpturenkosmos verfolgt. Licht, auch Sinnbild für die aufhellende, wärmende Strahlkraft des Lebens bildet von daher auch das Grundmaterial der experimentierfreudigen Bildhauerin. Es geht der Breitspurkünstlerin, - die ich gerne mit den Etiketten: Gärtnerin, Hüterin oder Zauberin des Lichts ausstatten würde - , folglich darum, die breit gefächerte Aura, den Wirkungsradius eines Lichtkerns in unterschiedlichen Schattierungen sichtbar zu machen. Das spannende Zusammenwirken von Licht und Farbe steht im Vordergrund von zeitaufwendigen, auf dem Einsatz kostbarer Materialien beruhenden Arbeitsprozessen. Es ist eigentlich nur ein alltagstauglicher Nebeneffekt, daß man diese, auf den ersten Blick an Zeiten des Jugendstil oder der Art Deco erinnernden Plastiken per Steckdose erhellen kann. Dieser funktionale Aspekt tritt gegenüber fantasie- und espritreichen Modellierakten in den Hintergrund. Unterschiedlich fällt die formale Gestalt des unterirdischen, als Impulsgeber dienenden Kerngehäuses aus. So etwa bilden eine Röhre, ein Rondell und andere geometrische Grundformen den Auftakt zu weiteren, formprägenden Ergänzungen. Um die Röhre beispielsweise scharen sich, vergleichbar mit einer Wendeltreppe oder einem Schneckenhaus drahtähnliche Verschlingungen. Um dieses Skelett ranken sich alsbald raffinierte, für barocken Schwung sorgende Tonmodellierungen. Kostspieliges Blattgold umgarnt sodann die Silhouetten des Gefüges. Ein weiterer Kompositionsschritt besteht in der Entscheidung für die Wahl von ornamentiertem Papier, das im Decopatchverfahren die Skulptur ummantelt. Wichtig dabei sind jene brüchigen, semitransparenten Zonen, die als Lichtspalt die Kommunikationsästhetik zwischen Licht und Farbenpanorama auslösen. Larissa Laës Lichtskulpturen speichern auf spielerische Art sinnliche Magie und Metaphorik. Sie flirten mit den Sonnenseiten des Lebens.”
Text: Christina zu Mecklenburg Bonn, Dezember 2011
_____________________ Auf den Unterseiten “Licht- und Objektkunst” sowie “Kunstphotographie” erhalten Sie weitere Einblicke in die Arbeiten von Larissa Laë.
|